Die Arbeiten gehen voran, der Wasseranstieg erfordert jedoch ein behutsames Vorgehen.

Mit der neuen Technologie für die Baggerarbeiten gehen die Arbeiten voran, jedoch sehr langsam. Das Befahren des Schwemmfächers verursacht Grundwasseraustritte und Wasseransammlungen mit dem Ergebnis, dass der Bagger nicht mehr arbeiten kann.

Erst nach einem längeren Zeitraum, nachdem das Wasser wieder versickert ist, ist ein gefahrloses Weiterarbeiten möglich. Ein komplettes Beräumen des Aushubs ist damit nicht mehr realistisch. Wir vereinbaren bei einem weiteren Vor-Ort-Termin am 27.04.2022, dass der Aushub im Hinterland des Schwemmfächers, am Rand der gehölzbestandenen Vegetationsfläche in mehreren Haufen abgelagert wird. Diese werden, wenn der Wasserspiegel noch weiter ansteigt, später einmal als Inseln herausragen und optimale Bruthabitate für Wasservögel sein. Ziel bleibt weiterhin, den Schwemmfächer im Uferbereich frei von Kulissen zu halten, um auch Limikolen optimale Bruthabitate zu schaffen.
Eine erste „Rinne“ ist teilweise fertiggestellt. Diese Amphibientümpel nennen wir „Rinnen“, weil sie nicht in Tümpelform, sondern – in Anlehnung an die Kiesgewinnungstechnologie – als übergroße „Baggerspuren“ ausgeführt werden sollen, um sie landschaftsgerecht einzupassen.
Als Ersatz für die entfallene „Lagune“ soll ein weiterer Tümpel am Rand des Schilfbereichs angelegt werden. Der dabei angefallene Aushub (siehe Foto) zeigt, dass der Schwemmfächer nicht nur aus sandig-kiesigem Material besteht, sondern – zumindest in diesem Bereich - größere Tonanteile in den Sandschichten eingelagert sind. Das Material wäre zwar sicherlich sehr gut geeignet, Teiche abzudichten, verursacht aber weitere Probleme, da es zäh und schmierig ist. Auch hier kann der Bagger nur stundenweise arbeiten, da immer wieder Wasser nachdrängt.