Description: 

A. Lage

Naturräumlich bettet sich der Tagebau in das Grenzgebiet der Hochflächen im südlichen Maindreieck, der Gauflächen im nördlichen Maindreieck, der Volkacher Mainschleife und der Schwarzacher Talweitung ein.

Der Kiessandtagebau Dettelbach befindet sich im unterfränkischen Landkreis Kitzingen, östlich der Ortslage Dettelbach. Im Norden wird das Anbaugebiet von Ackerflächen und der querenden B 22 begrenzt. Im Osten befindet sich ein Gewerbegebiet und im Süden fließt der Main. Der Tagebau ist bei Hochwasser mit dem Main über Rohre verbunden und dient als Retentionsraum.

B. Übersicht - Abbau und Rekultivierung

Die Laufzeit der Lagerstätte nähert sich dem Ende und weite Areale befinden sich nicht mehr im aktiven Abbau- oder Verfüll-Betrieb. Auf dem Abbaugewässer, dem "Kleidersee", ist eine schwimmende Solaranlage installiert.

Teile des Tagebaus sind bereits dem Rekultivierungsziel zugeführt. Dazu gehören die Freizeitnutzungen als Angel- und Badegewässer, wie auch naturnahe Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen, z.B. trockene Magerstandorte und naturnahe Waldbestände. Im Einspülbereich, nahe dem Kieswerk, wurden in den vergangenen Jahren Brutvorkommen der Kreuzkröte beobachtet. In der rekultivierten Westspitze des Tagebaus und im kleinen Wald zwischen Gewerbegebiet und Abbaugewässer im Osten leben Zauneidechsen.

Topographical description: 

C. Naturschutzgebiete in unmittelbarer Nähe zur Abbaustätte

  • VSG-Gebiet "Maintal zwischen Schweinfurt und Dettelbach" (6027-471.10), ca. 250 m entfernt
  • FFH-Gebiet "Mainaue zwischen Grafenfeld und Kitzingen" (6127-371.13), 1 km in SWW-Richtung
Habitat, flora & fauna description: 

A. Vorhandene Habitate/ Biotoptypen in der Abbaustätte und Umgebung (2020-21), u.a.:

  • Sand- und Kiesflächen
  • Rohböden
  • Stillgewässer
  • Temporäre Flachgewässer
  • Permanente Flachgewässer
  • Schilfgürtel
  • Hartholzaue
  • Trockene Magerrasenstandorte
  • Naturnahe Waldbestände
  • Jungwaldaufforstungen/ Ersatzaufforstungen
  • Hecken
  • Ackerflächen
  • Ruderalfluren
  • Kraut- und Staudenflur
  • Steilwände
  • Böschungen

B. Vorhandene Arten (2020-21), u.a.: 

  • Zauneidechse (Lacerta agilis) 
  • Uferschwalben (Riparia riparia)
  • Kreuzkröte (Bufo calamita)
  • Kammmolch (Triturus cristatus)
  • Eisvogel (Alcedo atthis)

Laufende Projekte

  • HSK-Artenschutzprogramm Uferschwalbe (seit 2007)
  • schwimmende Solaranlage auf dem "Kleidersee"